Freitag, 17.09.2021

09:45 - 11:15

Raum 7

W17-17

Soziale Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf in Zeiten von Corona

Moderation: S. Kühnert, Bochum; S. Lechtenfeld, Dortmund; M. Lukas, Gelsenkirchen

Durch die Pandemie wurden die Selbstbestimmungs- und Teilhabemöglichkeiten älterer unterstützungsbedürftiger Menschen beschränkt. Anhand von 4 Themen sollen in diesem Workshop Chancen, Probleme und Herausforderungen diskutiert und auf Handlungserfordernisse hingewiesen werden (World-Café-Format). Impulse und die Moderation erfolgen durch Mitglieder des AK.

1. Einsamkeit - Die Perspektive der älteren Menschen und ihrer Angehörigen: Bereits vor der Pandemie rückte das Thema und seine Folgen auf die Lebensqualität, körperliche / seelische Gesundheit sowie das soziale Miteinander in den Fokus. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf das Thema Einsamkeit für ältere Menschen mit vorpflegerischen und pflegerischen Bedarfen und deren Angehörige? Welche Lösungsansätze gibt es?

2. Altersbilder und Vulnerabilität: Durch die Pandemie wurden vulnerable ältere Menschen in ihren Selbstbestimmungs- und Teilhabebedürfnissen eingeschränkt. Diese Personengruppe benötigt in besonderer Weise Unterstützung zur Ermittlung ihrer Teilhabewünsche, in der Entscheidungsfindung und bei der Umsetzung getroffener Entscheidungen. Welche Altersselbst- und Fremdbilder stehen einer Teilhabe entgegen? Inwieweit können durch die Anwendung von Methoden der partizipativen Entscheidungsfindung, Fallbesprechungen oder Unterstützerkreise Teilhabemöglichkeiten verbessert werden?  

3. Qualifizierung und Professionalisierung: Die Pandemie zeigt die Bedeutung der Betreuung in der Pflege. Wer kümmert sich darum in Zukunft? Ist es bedenklich, dass sie in der neuen generalistischen Ausbildung nicht mehr (Kern)aufgabe ist?

4. Technische Lösungen und Digitalisierung zur Förderung von Teilhabe: Die Pandemie hat gezeigt, dass digitale Angebote zur Förderung sozialer Teilhabe schon längst hätten regelhaft eingesetzt und finanziert werden müssen. Der Nutzen dieser Angebote hat sich frühzeitig gezeigt und Teilhabechancen ermöglicht. Wie können oftmals ad-hoc entstandene Möglichkeiten langfristig und umfassend implementiert werden? Welche Erwartungen haben Nutzer an die Angebote?

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