Freitag, 17.09.2021

14:00 - 15:30

Raum 7

W17-27

„Seelische Gesundheit im Alter“ – Ansprachestrategien, Zugänge und Handlungsperspektiven für Kommunen

Moderation: B. Schuhmacher, Bochum; S. Kühnert, Bochum

Psychische Erkrankungen im Alter sind weiterhin tabuisiert und die seelische Gesundheit Älterer bislang selten explizites Ziel gesundheitsfördernder Maßnahmen. Gleichwohl zeigt sich – nicht erst seit Beginn der Pandemie – dass insbesondere für ältere Alleinlebende, die von Einsamkeit und sozialer Isolation bedroht oder betroffen sind, die Förderung der psychischen Gesundheit maßgeblich für Wohlbefinden und Lebensqualität im Alter sind.

Ansatzpunkte für die Stärkung psychischer Gesundheit älterer Menschen werden bereits seit 2012 im Nationalen Gesundheitsziel „Gesund älter werden“ in folgenden Bereichen gesehen: Information zu Prävention und Intervention, gute Zugänglichkeit von (kommunalen, quartiersbezogenen) Unterstützungsangeboten, Förderung ehrenamtlicher Besuchsdienste und Früherkennung gefährdeter älterer Menschen durch Sozial- und Gesundheitsberufe. Eine darauf bezogene kommunale Infrastruktur sowie Vernetzung der lokalen Akteure stellen dafür wichtige Voraussetzungen dar, sind bislang jedoch regional unterschiedlich verbreitet. Insbesondere auf Ebene des Sozialraums bestehen bedeutsame Zugangswege zu Älteren, die zukünftig weiter gestärkt werden sollten.

Der Workshop zielt darauf, Erfahrungen zu bewährten Zugängen, Ansprachestrategien und Angeboten für ältere Menschen, die von Einsamkeit oder psychischen Erkrankungen bedroht/betroffen sind, untereinander auszutauschen, zu reflektieren und diskutieren. Ein besonderer Fokus wird auf Erfahrungen aus der Quartiersentwicklung gelegt.

Zum Einstieg werden in zwei Impulsvorträgen aktuelle Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen sowie der Theorie-Praxis-Transfer  beleuchtet. Daran schließt eine moderierte Diskussion an. Unter Einbezug von zwei Diskutantinnen aus der Quartiersentwicklung sowie von Fragen und Erfahrungen aus dem Plenum, die fortlaufend (digital) eingebracht werden können, sollen Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung kommunaler Praxis sowie Forschungsbedarfe herausgearbeitet werden. Handlungsleitend dafür sind u.a. folgende Fragen:

  • Welche Erfahrungen werden auf kommunaler Ebene im Umgang mit älteren Menschen, die von Einsamkeit und/oder psychischen Erkrankungen bedroht bzw. betroffen sind, gemacht?
  • Welche Ansprachestrategien bewähren sich? Welche Zugangswege?
  • Was kann dazu beitragen, (digitale) Umsetzungsbarrieren zu überwinden?

Die Workshop-Ergebnisse werden in einer Übersicht zu „Beispielen gelingender Praxis“ zusammengefasst und im Nachgang der Tagung zur Verfügung gestellt.

14:00
„Seelische Gesundheit im Alter“ – Handlungsempfehlungen für Kommunen in NRW
W17-27-1 

A. Kuhlmann; Bochum

Der Kurzvortrag im Workshop „Seelische Gesundheit im Alter“ – Ansprachestrategien, Zugänge und Handlungsperspektiven für Kommunen berichtet im Überblick von den bisherigen Ergebnissen der Arbeitsgruppe "Seelische Gesundheit im Alter", die im Jahr 2020 im Rahmen der Landesinitiative „Gesundheitsförderung und Prävention Nordrhein-Westfalen“  in einem partizipativ angelegten Prozess Handlungsempfehlungen entwickelt hat. Diese fokussieren darauf, den Aufbau und die Weiterentwicklung von Hilfestrukturen in den Kreisen und Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen zu fördern und geben anwendungsorientierte Hinweise für die kommunale Praxis.

14:40
Impulse zur Weiterentwicklung von Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen für Menschen mit Pflegebedarf und pflegende Angehörige in NRW
W17-27-2 

S. Hampel, C. Heerdt; Köln

Der zweite Kurzvortrag im Workshop „Seelische Gesundheit im Alter“ – Ansprachestrategien, Zugänge und Handlungsperspektiven für Kommunen gibt einen Einblick in die Arbeit an der Schnittstelle von Theorie und Praxis, bezogen auf die Umsetzung von jenen  im ersten Impuls vorgestellten Handlungsempfehlungen. Dies erfolgt am Beispiel der Arbeit der Fach- und Koordinierungsstelle der Regionalbüros „Alter, Pflege und Demenz“. Im Mittelpunkt steht hier die Weiterentwicklung von Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen für Menschen mit Pflegebedarf und pflegende Angehörige.

Diskutanten: H. Rößler, Bochum; A. Wiegers, Bochum

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