Freitag, 17.09.2021

12:00 - 13:00

Raum 1

Keynotes

12:00
Alter(n) und Diversitäten: Lebensformen und Lebenslagen von älteren LSBTI*-Personen
KN-1 

R. Lottmann, Berlin

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sind in der Alternsforschung bislang eher randständig behandelt worden. Mittels aktueller Erkenntnisse angloamerikanischer und deutscher Studien werden Erkenntnisse zu Lebensformen, Lebenslagen und Bedarfe älterer Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans* und intergeschlechtlicher (LSBTI*) Personen dargelegt. Die Diversität innerhalb der älteren Generation fordert (nicht nur) die Altenhilfe mit ihren unbewusst wirkenden normativen Strukturen heraus. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt macht dies exemplarisch deutlich. Der Beitrag geht schließlich auf Fragen zur sozialen und pflegerischen Unterstützung von älteren LSBTI*-Personen und deren wahlfamilialen Beziehungen ein und stellt neue Entwicklungen bei Wohn- und Pflegeprojekten für LSBTI* Pflegebedürftige in Europa zur Diskussion.

12:30
Urban Ageing im Umwelt- und Raumkontext von Großstädten
KN-2 

D. Haase, Berlin

Guter Zugang zu qualitativ hochwertigen und ausreichend großen Grünflächen ist essentiell für die Gesundheit der Bevölkerung großer Städte, vor allem von vulnerablen Gruppen, zu denen auch die Älteren gehören. Die Zahl der Älteren in europäischen, also auch deutschen, Großstädten steigt stetig; auch junge Zuwanderung kann ihn kaum stoppen. Gleichzeitig sind die Umweltbedingungen, also Luftbelastung und Lärm, vor allem aber die direkten Effekte des Klimawandels, Hitzewellen und tropische Nächte, eine zunehmende Gefahr für die öffentliche Gesundheit, die man erkennen und der man begegnen muss. Grünflächen sind hier an erster Stelle zu nennen als Flächen im öffentlichen Raum, welche Kühlung und höhere Luftfeuchte bieten. Der Vortrag thematisiert die Wohlfahrtswirkungen von urbanem Grün in der Stadt aus ökologischer Perspektive, als ecosystem services, und aus raunbezogener Sicht im Sinne der Erreichbarkeit und von Barrieren, die Stadtbewohner, vor allem Ältere, vom Grünbesuch fern- und abhalten. Dabei werden qualitative und quantitative Zugänge/Konzepte und Modelle aufgezeigt und diskutiert, wie man die Wohlfahrtswirkung von urbanem Grün trotz steigender Temperaturen in Städten noch erhöhen kann bzw. effektiver für die Gesundheit (Älterer) nutzen kann.

Zurück